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Gischt (2015)

Gischt (2015)

Ein wetterfühliges Stück Gegenwartskunst im Dialog mit der Natur

 


 

Ausgangspunkt ist das Ende einer Baumbiographie, ein abgestorbener Kirschbaum.

Diese Kunstintervention bejaht das Leben und erkennt Sterben als normalen Prozess, der mit besonderer, letzter Aufmerksamkeit begleitet werden soll.

Nach fast 80 Jahren gutem Kleinklima, Schattenspenden, Blütenpracht und rotem Früchtereichtum, soll der Baum mit einem angepasstem „Mantel“ bedeckt und umhüllt werden. Ein Leben lang der Witterung ausgesetzt, besonders die Temperatur zur Blütezeit im Frühjahr, entschied über die Fruchtbarkeit des Jahres. Das Paradox anmutende: Die zarten Blüten können vor nächtlichen Spätfrösten durch die Bildung eines Eispanzers geschützt werden.

Die Beschäftigung mit diesen natürlichen Phänomenen stellt die Herausforderung dieser Naturperformance dar.

Der Baum wird mit heißem Wasserdampfnebel vereist und soll so mit einer dicken Eisschicht überzogen werden. Die Natur selbst nutzt Wasser und Aggregatzustände (triple point) und formt auf
diese Art bizarr schöne Skulpturen.

Der abgestorbene Kirschbaum wird als letzte Geste gefällt, und aus seinem Holz hauchdünne Bretter gesägt. Die schönsten Fotomotive des vergänglichen Kunstprojektes werden auf diese
Kirschholzbretter gedruckt.

Als Neuanfang wird ein neuer junger Obstbaum gepflanzt!

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